Dienstag, 1. Oktober 2013

To stand on one's own feet

Kia Ora! 
Tut mir Leid, dass ich ein Weilchen nichts geschrieben habe, aber irgendwie dachte ich mir immer: Das machst du morgen. Oder: das machst du nachdem und dem Ausflug, dann hast du was zu berichten. Nun aber ein Update, pünktlich zum Oktoberbeginn. Mir geht es im Moment richtig gut und diese innere Ruhe und Zufriedenheit ist so angenehm! Das heißt nicht, dass ich nicht auch mal den ein oder anderen Durchhänger habe, aber meistens ist mein persönliches "Wetter" eher sonnig als bewölkt. Ich glaube das liegt vor allem daran, dass ich in den letzten Tagen/Wochen mehr und mehr aus mir herausgekommen bin, auf Leute zugegangen bin und Dinge selbst in die Hand genommen habe. Kaum 2 Monate hier und schon merke ich wie Neuseeland mich verändert. Ich bin offener, mutiger in manchem Sinne und warte nicht immer nur ab - das wird schon jemand anderes übernehmen- sondern plane eben auch mal Dinge selbst und ziehe die dann auch durch.
Mehr dazu später.
Nun aber mal zu dem, was ich in den letzten Wochen erlebt habe. Am Wochenende vom 20. September zum 22. September hat mich meine Hostfamilie eingeladen mit ihnen nach Matakana, genauer gesagt in die Gegend Agies Bay, zu fahren. Ursprünglich sollten die Großeltern mitkommen, aber da es Sue (der Oma) nicht so gut ging, wurde dann ich gefragt.
In Algies Bay kamen wir in dem Ferienappartment eines befreundeten Ehepaars, Lyall und Wendy, kostenlos unter. Am Samstag wollten wir dann eigentlich mit dem Glasbottom-Boat nach Goat Island rausfahren (da kann man auf dem Weg unheimlich viele Fische sehen!); leider war aber das Wetter zu stürmisch. Also haben wir nur kurz am Strand dort angehalten, ein paar Bilder gemacht, auf den Felsen herumgeturnt und sind dann weiter gefahren. Am Morgen waren wir auf dem Farmers Market in Matakana, bei dem alle möglichen verschiedenen Farmer aus der Umgebung ihre Produkte verkaufen. Es gibt auch Brot, Nüsse etc. zu kaufen. Und natürlich gab es einen Stand mit "Lothlórien" Wein. Hach, Neuseeland.
Nach einem kurzem Zwischenstopp beim Honey Centre, in dem sich, wie könnte es auch anders sein, alles um Bienen dreht (und in dem es superleckere Honigvarianten gibt!) ging es dann auch schon zurück ins Appartment. Lyall und Wendy wollten am Abend ausgehen und haben mich prompt damit beauftragt auf den Hund aufzupassen, da der mich von Anfang an zu mögen schien. Ich verbrachte den Abend mit Vicky, Chris, einem genialen Film (Secondhand Lions - definitiv anschauen!) und einem kleinen weißen Fellball names Chanel, die Tiere auf dem Bildschirm anknurrt (auch animierte Fische...). Dieser Hund war soo unterhaltsam...und auch gar nicht so nervig, wie das vielleicht klingen mag, denn auf mein "Chanel. Stop barking/growling" war immer sofort Ruhe und es wurde auf meinem Schoß weitergedöst. Süß.
Am Samstag war richtig schönes Wetter und wir sind vor unserer Heimfahrt runter an die Bucht (Algies Bay) und dort ein wenig am Strand entlanggelaufen (bzw. in meinem Fall mit hochgekrempelter Hose durchs Wasser - so angenehm!). Die Aussicht dort ist wunderschön gewesen und man wünschte sich direkt auch so nah an einer Bucht zu wohnen...
Lyall und Wendy waren super nett; insbesondere mit Wendy habe ich mich wunderbar verstanden. Zu meiner großen Überraschung hat sie mich auch zum Abschied umarmt und mich eingeladen sie jederzeit zu besuchen, wenn ich in der Gegend bin. Aber gerne doch!
Nach dem Wochenende kam eine entspannte Woche, in der ich unter anderem die Backpackerin aus Lörrach und ihren Freund traf  und den beiden ein wenig Auckland zeigte und Fragen über das Leben in Neuseeland beantwortete. Mein großes Highlight der vergangenen Wochen folgte dann aber am 28. September: Es ging auf nach Hobbiton!

to be continued...

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