Mittwoch, 14. August 2013

Spaziergang durch den Park... und runter ans Meer

Chris hat mir den Weg zu einem Park beschrieben, der an eine Bucht runterführt und ich dachte mir: Probieren wir das doch mal aus!
Erstaunlicherweise habe ich den Park tatsächlich auf Anhieb gefunden und war prompt fasziniert von der Natur in Neuseeland. Der Park erhält Neuseelands "bush" in Teilen und führt runter zu einer kleinen Bucht/Einmündung. Ich bin bis ganz runter gelaufen (das dauert ca. 30 min vom Haus aus) und habe wohl einen möglichen Lieblingsplatz gefunden (einer von hoffentlich vielen!). Obwohl eine Straße an der Bucht vorbei führt ist es nicht sonderlich laut dort und man kann sich auf die Treppen setzen und die Leute beim Kite-surfing beobachten...

Als ich da war, war grade Ebbe, aber ich komm bestimmt mal bei Flut dort vorbei. Ein guter Platz zum Nachdenken, Musik hören, lesen, einfach ein wenig ausspannen....


Edit: In der Sonne ist es noch schöner!






Dienstag, 13. August 2013

Kia Ora Part 2

Neben einem bequemen großen Bett und ausreichend Stauraum bietet mein "Zimmer" auch ein modernes Bad mit geräumiger Dusche - nachdem wir rausgefunden haben, wie man das heiße Wasser anbekommt, war die auch wirklich wunderbar!
 
Wenn es jetzt noch Spinnen und Krabbeltierfrei wäre - perfekt!
Es sind allerdings weniger geworden, vermutlich trauen sie sich nicht mehr rein, nachdem ich ihre Kameraden entweder weggesaugt oder in Insektenspray ertränkt habe...
Es wird relativ kalt in dem Sleepout, aber ich hab einen Heater hier und ansonsten auch jede Menge Decken. Neuseeländer handhaben das ähnlich wie die Briten oder ältere Damen in Deutschland: Cover, Second Cover, Blanket, Duvet. Wem da noch kalt ist, der macht etwas falsch.
Momentan bin ich fast nur zum Schlafen hier, da wir recht lange Tage hatten. Aber zukünftig werde ich wohl auch öfter (so wie heute) meine Vormittage und einen Teil meines Nachmittags hier verbingen, da ich dann frei habe.
Vermutlich werde ich aber versuchen wenn ich hier bin entweder warm angezogen zu sein oder den Heater nur kurz anzumachen, da sonst die Stromkosten hoch sind. Noch etwas, das man über Neuseeland wissen sollte: Wasser und Strom sind ebenfalls nicht billig. Internet auch nicht.

Unbegrenztes Internet gibt es hier nicht (ja, schockierend, nicht wahr?) und daher sollte man vorsichtig sein und die Menge, über die man verfügt nicht überschreiten, da man sonst ziemlich hohe Rechnungen zu zahlen hat. Das will ich natürlich nicht verursachen, daher werde ich die Nutzung definitiv drosseln.

Überhaupt wird es einige Umgewöhnungen geben, aber das war ja zu erwarten.
Ein bisschen waren die Familie und ich schon unterwegs, wir haben einen kurzen Trip rüber nach Devonport unternommen und uns Devonport North Head angeschaut, ein alter Stützpunkt des Militärs. Aber es ist Neuseeland, also ist die Aussicht von dem Stützpunkt ungefähr so (bei schlechtem Wetter):

Daran könnte man sich gewöhnen nicht wahr? Die Küste von Devonport ist wunderschön..ich denke ich werde eine Diashow auf dem Blog einrichten, da all die Bilder gar nicht in diesen Eintrag hier reinpassen.
Neuseeland könnte mich zum Naturfreund machen, habe ich das Gefühl. Auckland, City of Sails, ähnelt teilweise einem amerikanischen kleinen Ort, teilweise einer großen Metropole mit Skyscrapern etc.
Die Küste und die Vulkane prägen aber das Bild der Stadt und was ich bislang gesehen habe gefällt mir sehr, sehr gut!
Ich werde versuchen bald mehr zu erkunden und berichte dann erneut. Am Ende des Monats findet ein Maori Tag statt, denn Dream Au Pair organisiert hat. Vorraussichtlich werde ich diesen Trip mitmachen, da mich die Kultur der Maori wahnsinnig interessiert. Ich hoffe es klappt alles, das wäre bestimmt ein toller Trip! Für den Moment bleibt es bei einer Menge Landschaftsfotos (ich denke darüber nach mir eine Anfänger-Spiegelreflex zuzulegen um die wunderschöne Gegend besser festhalten zu können...) und einem abschließenden Tipp:
Schaut zur Küste, wenn ihr wissen wollt wann ihr euren Regenschirm auspacken müsst und geht überhaupt niemals ohne einen solchen aus dem Haus - das Wetter wechselt hier an manchen Tagen im Minutentakt ;-)

Achja, und für Mama, die ja sonst nie Bilder von mir bekommt: Ein wildes Hannah wurde erfolgreich fotografiert!


Hei konā rā!



Kia Ora!


Hallo zusammen!
Nach einer Woche Funkstille melde ich mich mal wieder zurück. Ich habe vorher leider nicht die Zeit oder Energie gehabt um über meine Erlebnisse zu berichten. Aber jetzt hab ich Zeit, Lust, Fotos und einen funktionierenden Laptop, also macht euch bereit für einen laaangen Eintrag!

Sich am Flughafen von Mama, Papa und David zu verabschieden war weniger schwierig, als ich dachte. Das lag aber vor allem daran, dass ich direkt weiter zu den Gates bin und die gesamten Prozesse rund ums Fliegen einem kaum Zeit zum Nachdenken lassen.
Ich bin mit Singapore Airlines geflogen (im A380!) und war erst einmal beeindruckt von der Ausstattung in diesem riesigen Flugzeug. Das ist man von EasyJet Flügen nicht gewöhnt ;-)
Meine Sitznachbarn auf dem ersten Flug, Zürich nach Singapur, waren ein sehr nettes deutsches Ehepaar, mit dem ich mich wunderbar verstanden habe und die gute Gesprächspartner abgaben.
Schlaf habe ich nicht besonders viel bekommen, dafür gefühlte 100 Filme angeschaut. Das Entertainment Programm im A380 ist vielfältig und man bekommt die 12 Stunden bis Singapur irgendwie rum. Das Essen war an sich gut, nur nicht sonderlich Hannah freundlich (viel Fisch - ieeeh). 
In Singapur wurde ich bereits von Julia und Claudia erwartet, Freunde der Familie, die gerade erst nach Singapur gezogen sind. Ich war ihre erste Besucherin und durfte mit ihnen ein wenig die Stadt erkunden. Singapur ist eine interessante Stadt, deren großes Manko das Wetter ist. Heiß und schwül. Man hält es eigentlich keine 10 Minuten draußen aus, bevor man sich in ein klimatisiertes Shopping Center retten will (davon gibt es dort eine Menge).
In denen herrscht dann wiederrum antarktische Kälte und muss die Jacke auspacken.

Wir sind, nachdem wir uns ungefähr 5-mal verlaufen hatten, Marina Bay entlang geschlendert und haben das beeindruckende Hotel dort gesehen, welches einen Swimming Pool auf dem Dach hat. Warum das so spektakulär ist? Well, have a look.... 
Das, was hier aussieht wie eine Art langgezogenes Schiff ist das Dach das Hotels. Der Swimming Pool geht bis an den Rand dieses "Schiffes" - spektakulär! Leider konnten wir nicht nach oben gehen, aber man kann sich gut vorstellen, dass es da oben eine tolle Aussicht hat.

Auch ansonsten ist Singapur interessant anzuschauen - ich werde hier definitiv einen längeren Zwischenstopp auf dem Rückweg einlegen!
Dann haben sich bestimmt auch unsere Familienfreunde etwas eingelebt und kennen die spannenden Dinge, die es zu tun und zu sehen gibt - und ich habe bei einem längeren Aufenthalt Zeit mich ein wenig vom langen Flug und Jetlag zu erholen und das Sightseeing auch zu genießen.
Am Abend wurde ich an den Flughafen gebracht und weiter ging's nach Brisbane. Der Flug ging über Nacht, also habe ich versucht ein wenig zu schlafen. Ganz so gut hat das nicht geklappt, da meine Sitznachbarin etwas übergewichtig war und ihr Ellenbogen öfter mal in meinen Rippen endete. Aber naja, ich habe es überlebt. Nach einem kurzen Aufenthalt in Brisbane ging dann der letzte Flug: Brisbane - Auckland.
Nachdem ich schon so lang unterwegs war, kamen mir drei Stunden lächerlich kurz vor. Die letzte Etappe wurde angetreten und pünktlich um halb sechs landeten wir in Auckland. Schon bei der Landung konnte ich einen kurzen Blick auf das Land erhaschen, das für die nächsten 12 Monate mein Zuhause sein wird. Es sieht tatsächlich so aus, wie es in den Reiseführern beschrieben wird. Hügeliges Terrain, kleinere Berge am Horizont, das blaue Meer gegen die Küste und grüne Wiesen und Bäume...

Auf dem Weg durch den Flughafen bestätigte sich auch eine zweite Sache über Neuseeland: Die Einwohner sind sehr freundlich. Von den Custom Officers über die Angestellten beim Curreny Exchange oder der Gepäckkontrolle - jeder redet mit einem, jeder ist interessiert, freundlich und hilfsbereit. Manche nuscheln allerdings ein bisschen. Aber nachfragen ist hier ja kein Problem.
Im Hotel, in dem wir während den Orientation Days untergebracht waren, fiel ich sofort ins Bett.
So unglaublich müde war ich davor selten.

Direkt am nächsten Morgen ging es schon los mit den Orientierungstagen. Die anderen Au Pairs waren alle Deutsche, abgesehen von einer Schwedin. Diese war mein Roommate und wir haben uns super gut verstanden - der Beginn einer Freundschaft, die wir hoffentlich pflegen können.
Von erster Hilfe über Steuernummern bis hin zu den Regeln des Au Pair Programms, dem Leben in der Familie und dem Umgang mit den Kindern - nahezu alles, was man sich vorstellen könnte wurde besprochen.
Die Leute von Dream Au Pairs sind allesamt richtig nett, insbesondere Charlotte, aktuelles Intern. sie kommt aus Holland und ist dafür verantwortlich die Trips, Treffen etc. für die Au Pairs zu organisieren. Wir hatten eine Menge Spaß mit ihr (beispielsweise beim Beibringen von Schimpfwörtern in verschiedenen Sprachen...) und wissen jetzt, dass man in Holland ein Schimpfwort hat, das in etwa "get syphilis" bedeutet. Sehr nett, die Holländer.
Da das Hotel im Industriegebiet liegt, gab es nicht sonderlich viel außen herum zu sehen. Ein kurzer Trip zum Supermarkt (bei dem wir an den Kreisverkehren regelmäßig fast überfahren wurden, weil wir in die falsche Richtung geschaut haben...) hat uns aber zumindest um zwei Erfahrungen weiser gemacht: 
1. Das Gras in Neuseeland ist selbst neben Straßen und Baustellen strahlend grün. Was ist nur ihr Geheimnis?
2. Neuseeland ist teuer! Naja, nicht alles. Aber Lebensmittel (außer Fastfood), Waschartikel und Milchprodukte sind im Vergleich zu Europa wirklich sehr teuer. 

Am Ende des dritten Tages der Orientation (Samstag) wurden wir dann von unseren Hostfamilien abgeholt; ein Anlass für große Nervosität.
Der Verlauf der Begrüßung mit meiner Hostfamilie war nicht ganz perfekt, aber in Ordnung. Die Kinder, insbesondere Pip, waren ein bisschen ablehnend. Das legt sich aber bereits Stück bei Stück und wird hoffentlich nur besser werden.
Das Haus, in dem die Familie wohnt, liegt in Ponsonby, einem sehr zentralen Stadtteil Aucklands.
Es gibt hier einige Cafés, Shops, Bars etc. zu sehen und das Meer ist nicht weit entfernt.
Da das Haus der Familie für neuseeländische Standards eher alt ist, zieht es darin ein wenig und die ein oder andere Diele knarzt ein wenig. Aber insgesamt ist es ein nettes Haus.
"Mein" Haus liegt draußen im Garten, ein renoviertes Gästehäuschen. Auch wenn ich erst einmal auf Spinnenjagd gehen musste, ist es doch sehr schön hier in meinem eigenen Reich. Mama würde es bestimmt gefallen, viel weiß und blau und ein wenig Erd/Sandtöne sind zu finden.

tbc







Montag, 5. August 2013

Goodbye Germany!

Morgen geht es los!
Die Koffer sind (weitgehend) gepackt, alle Unterlagen panisch dreimal gecheckt und gefühlte 100 Kopien in jeder möglichen Tasche untergebracht, damit man auch ja nichts verliert.
Meine Eltern fahren mich zum Flughafen in Zürich; um 11:45 geht dann mein Flug. Ich merke jetzt schon wie man Herz hämmert und rast - nun wird eben alles sehr real und das ist etwas erschreckend. Natürlich freue ich mich wahnsinnig auf Neuseeland, aber ich werde Deutschland, meine Familie, meine Freunde vermissen und habe noch etwas Angst vor der langen Reise. Ich bin zwar schon öfter geflogen, aber so lange noch nie.
Die Verabschiedung am Flughafen wird sicher auch nicht einfach, aber ich bemühe mich darum nach vorne zu blicken und mich auf ein spannendes Jahr voller neuer Erlebnisse, Bekanntschaften und Erfahrungen zu freuen.



E noho rā ! (=Good bye!)

Sonntag, 28. Juli 2013

Meet my Hostfamily

Für alle Neugierigen unter euch: Meet my Hostfamily!

Die Familie Lee lebt in Auckland, in einem netten Stadtteil/Vorort namens Ponsonby. Dreißig Minuten zu Fuß zu einer von vielen Buchten oder zum Hafen, viele Cafés, Geschäfte, Parks...die Innenstadt ist ebenfalls nah und schnell erreicht- optimale Lage also!
Meine Hostparents, Vicky und Chris, arbeiten als 'solicitors', d.h. als Anwälte. Darum benötigen sie auch ein Au-Pair, das sich um ihre beiden Töchter kümmert. Philippa (Pip) ist mit ihren beinahe 4 Jahren die Ältere, ihre jüngere Schwester Jessica (Jess) ist 2 Jahre alt. Ich hatte bereits die Gelegenheit mit allen Vieren zu skypen (und Oma und Opa kennenzulernen, die gerade zu Besuch waren) und kann nur sagen: Das sind unglaublich süße Kinder! Ich freue mich sehr darauf sie besser kennenlernen zu dürfen, mit ihnen Zeit zu verbringen und eine Menge Spaß zu haben. Vicky, Chris und ich sind auf einer Wellenlänge, wir teilen den selben Humor und hatten bis jetzt immer interessante und amüsante Unterhaltungen.
Alles in allem scheint es bis jetzt das perfekte Match zu sein. Ich bin optimistisch und freue mich sie bald auch live und in Farbe vor mir zu stehen zu haben!

Montag, 22. Juli 2013

Nervosität? Ich doch nicht!

Noch knapp 2 Wochen, oder genauer gesagt 13 Tage bis ich in den Flieger steige und in Richtung Neuseeland fliege. Langsam macht sich doch Nervosität breit und man realisiert zum ersten Mal, was man da vorhat. Ein ganzes Jahr am anderen Ende der Welt, weit weg von Freunden und Familie. Als ich das alles geplant habe, kam es mir immer so vor als ob das "no big deal" wäre. Jetzt erst merkt man: Doch, ist es irgendwie schon.
Ich bin zwar absolut zuversichtlich, dass es eine wunderschöne und tolle Zeit werden wird, die ich niemals vergessen werde und die mich um einige Erfahrungen reicher machen wird, aber dennoch habe ich langsam doch etwas Angst. 

Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, die Abschiedsfeier ist bereits vorüber, man hat sich schon mal provisorisch von allen verabschiedet und schwankt jetzt zwischen Vorfreude und Panik.

Am 5. August hebt mein Flieger ab. Erst einmal nach Singapur, wo ich einen Tag bei Freunden verbringen werde, bevor es abends weiter nach Brisbane und dann nach Auckland geht. Die ersten Tage in Auckland werden die Orientation Days sein, wo ich die anderen Au Pairs kennenlerne und wir eine Art Einführung bekommen. Was habt ihr zu erwarten, wie ist das Leben in Neuseeland, worum muss man sich kümmern, Fahrtheorie usw. usw.


Ich bin gespannt wie das werden wird und hoffe, dass ich direkt neue Kontakte knüpfen kann. 

Auch mit den Leuten von Kiwi Cruise Control, einem Paar, das sich darauf spezialisiert hat Autos für Backpacker zu kaufen und zu verkaufen, habe ich bereits geredet und mich auf einen Kaffee verabredet. Fahrbarer Untersatz sollte also auch kein Problem werden.

Alles läuft soweit gut!


Sonntag, 7. Juli 2013

And now it's official!

Da will man ungeduldig seine E-mails checken, dentk sich aber schon: So schnell werden die sich nicht entschieden haben, und just in dem Moment kommt ein Skype Anruf an. 
Hannah, we want to offer you the job.
The catch: Ich muss zur Induction (Sowas wie eine offizielle Begrüßung durch die Au Pair Agentur dort) am 8. August dort sein. 
Jetzt also die offiziellen Stellen antreiben schneller zu arbeiten beim internationalen Führerschein etc.
Aber ich glaube ich kann das schaffen. Ich werde jetzt morgen erst einmal alle möglichen Stellen anrufen und sicherstellen, dass es realisierbar ist. Sonst würde sich meine Familie für jemand anderen entscheiden, weil sie nicht bis Ende August warten können. Verständlich.
Aber ich bin zuversichtlich und happy!
Zeit eine Packliste zu schreiben, Visum zu beantragen, die Konten zu füllen und eine Abschiedsfeier zu organisieren!