Dienstag, 13. August 2013

Kia Ora!


Hallo zusammen!
Nach einer Woche Funkstille melde ich mich mal wieder zurück. Ich habe vorher leider nicht die Zeit oder Energie gehabt um über meine Erlebnisse zu berichten. Aber jetzt hab ich Zeit, Lust, Fotos und einen funktionierenden Laptop, also macht euch bereit für einen laaangen Eintrag!

Sich am Flughafen von Mama, Papa und David zu verabschieden war weniger schwierig, als ich dachte. Das lag aber vor allem daran, dass ich direkt weiter zu den Gates bin und die gesamten Prozesse rund ums Fliegen einem kaum Zeit zum Nachdenken lassen.
Ich bin mit Singapore Airlines geflogen (im A380!) und war erst einmal beeindruckt von der Ausstattung in diesem riesigen Flugzeug. Das ist man von EasyJet Flügen nicht gewöhnt ;-)
Meine Sitznachbarn auf dem ersten Flug, Zürich nach Singapur, waren ein sehr nettes deutsches Ehepaar, mit dem ich mich wunderbar verstanden habe und die gute Gesprächspartner abgaben.
Schlaf habe ich nicht besonders viel bekommen, dafür gefühlte 100 Filme angeschaut. Das Entertainment Programm im A380 ist vielfältig und man bekommt die 12 Stunden bis Singapur irgendwie rum. Das Essen war an sich gut, nur nicht sonderlich Hannah freundlich (viel Fisch - ieeeh). 
In Singapur wurde ich bereits von Julia und Claudia erwartet, Freunde der Familie, die gerade erst nach Singapur gezogen sind. Ich war ihre erste Besucherin und durfte mit ihnen ein wenig die Stadt erkunden. Singapur ist eine interessante Stadt, deren großes Manko das Wetter ist. Heiß und schwül. Man hält es eigentlich keine 10 Minuten draußen aus, bevor man sich in ein klimatisiertes Shopping Center retten will (davon gibt es dort eine Menge).
In denen herrscht dann wiederrum antarktische Kälte und muss die Jacke auspacken.

Wir sind, nachdem wir uns ungefähr 5-mal verlaufen hatten, Marina Bay entlang geschlendert und haben das beeindruckende Hotel dort gesehen, welches einen Swimming Pool auf dem Dach hat. Warum das so spektakulär ist? Well, have a look.... 
Das, was hier aussieht wie eine Art langgezogenes Schiff ist das Dach das Hotels. Der Swimming Pool geht bis an den Rand dieses "Schiffes" - spektakulär! Leider konnten wir nicht nach oben gehen, aber man kann sich gut vorstellen, dass es da oben eine tolle Aussicht hat.

Auch ansonsten ist Singapur interessant anzuschauen - ich werde hier definitiv einen längeren Zwischenstopp auf dem Rückweg einlegen!
Dann haben sich bestimmt auch unsere Familienfreunde etwas eingelebt und kennen die spannenden Dinge, die es zu tun und zu sehen gibt - und ich habe bei einem längeren Aufenthalt Zeit mich ein wenig vom langen Flug und Jetlag zu erholen und das Sightseeing auch zu genießen.
Am Abend wurde ich an den Flughafen gebracht und weiter ging's nach Brisbane. Der Flug ging über Nacht, also habe ich versucht ein wenig zu schlafen. Ganz so gut hat das nicht geklappt, da meine Sitznachbarin etwas übergewichtig war und ihr Ellenbogen öfter mal in meinen Rippen endete. Aber naja, ich habe es überlebt. Nach einem kurzen Aufenthalt in Brisbane ging dann der letzte Flug: Brisbane - Auckland.
Nachdem ich schon so lang unterwegs war, kamen mir drei Stunden lächerlich kurz vor. Die letzte Etappe wurde angetreten und pünktlich um halb sechs landeten wir in Auckland. Schon bei der Landung konnte ich einen kurzen Blick auf das Land erhaschen, das für die nächsten 12 Monate mein Zuhause sein wird. Es sieht tatsächlich so aus, wie es in den Reiseführern beschrieben wird. Hügeliges Terrain, kleinere Berge am Horizont, das blaue Meer gegen die Küste und grüne Wiesen und Bäume...

Auf dem Weg durch den Flughafen bestätigte sich auch eine zweite Sache über Neuseeland: Die Einwohner sind sehr freundlich. Von den Custom Officers über die Angestellten beim Curreny Exchange oder der Gepäckkontrolle - jeder redet mit einem, jeder ist interessiert, freundlich und hilfsbereit. Manche nuscheln allerdings ein bisschen. Aber nachfragen ist hier ja kein Problem.
Im Hotel, in dem wir während den Orientation Days untergebracht waren, fiel ich sofort ins Bett.
So unglaublich müde war ich davor selten.

Direkt am nächsten Morgen ging es schon los mit den Orientierungstagen. Die anderen Au Pairs waren alle Deutsche, abgesehen von einer Schwedin. Diese war mein Roommate und wir haben uns super gut verstanden - der Beginn einer Freundschaft, die wir hoffentlich pflegen können.
Von erster Hilfe über Steuernummern bis hin zu den Regeln des Au Pair Programms, dem Leben in der Familie und dem Umgang mit den Kindern - nahezu alles, was man sich vorstellen könnte wurde besprochen.
Die Leute von Dream Au Pairs sind allesamt richtig nett, insbesondere Charlotte, aktuelles Intern. sie kommt aus Holland und ist dafür verantwortlich die Trips, Treffen etc. für die Au Pairs zu organisieren. Wir hatten eine Menge Spaß mit ihr (beispielsweise beim Beibringen von Schimpfwörtern in verschiedenen Sprachen...) und wissen jetzt, dass man in Holland ein Schimpfwort hat, das in etwa "get syphilis" bedeutet. Sehr nett, die Holländer.
Da das Hotel im Industriegebiet liegt, gab es nicht sonderlich viel außen herum zu sehen. Ein kurzer Trip zum Supermarkt (bei dem wir an den Kreisverkehren regelmäßig fast überfahren wurden, weil wir in die falsche Richtung geschaut haben...) hat uns aber zumindest um zwei Erfahrungen weiser gemacht: 
1. Das Gras in Neuseeland ist selbst neben Straßen und Baustellen strahlend grün. Was ist nur ihr Geheimnis?
2. Neuseeland ist teuer! Naja, nicht alles. Aber Lebensmittel (außer Fastfood), Waschartikel und Milchprodukte sind im Vergleich zu Europa wirklich sehr teuer. 

Am Ende des dritten Tages der Orientation (Samstag) wurden wir dann von unseren Hostfamilien abgeholt; ein Anlass für große Nervosität.
Der Verlauf der Begrüßung mit meiner Hostfamilie war nicht ganz perfekt, aber in Ordnung. Die Kinder, insbesondere Pip, waren ein bisschen ablehnend. Das legt sich aber bereits Stück bei Stück und wird hoffentlich nur besser werden.
Das Haus, in dem die Familie wohnt, liegt in Ponsonby, einem sehr zentralen Stadtteil Aucklands.
Es gibt hier einige Cafés, Shops, Bars etc. zu sehen und das Meer ist nicht weit entfernt.
Da das Haus der Familie für neuseeländische Standards eher alt ist, zieht es darin ein wenig und die ein oder andere Diele knarzt ein wenig. Aber insgesamt ist es ein nettes Haus.
"Mein" Haus liegt draußen im Garten, ein renoviertes Gästehäuschen. Auch wenn ich erst einmal auf Spinnenjagd gehen musste, ist es doch sehr schön hier in meinem eigenen Reich. Mama würde es bestimmt gefallen, viel weiß und blau und ein wenig Erd/Sandtöne sind zu finden.

tbc







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen