Samstag, 7. September 2013

A Birthday Party, Cute Twins and Painting Nails

Kia Ora!

Heute war Pip's vierter Geburtstag und das musste natürlich gefeiert werden! Pip und ich hatten jede Menge Spaß beim Dekorieren des Hauses - ein Luftballon hier, ein paar bunte Bänder dort, den Namen aus buntem Karton ausschneiden und an die Wand kleben, ein Banner über der Veranda und ein Windrädchen im Garten - voilá!
Pip hat sich sehr über mein Geschenk gefreut: Ein hübsches weißes Shirt und Fabric Markers, um dieses selbst zu bemalen. Dafür mussten natürlich sofort Ideen auf einem alten Shirt ausprobiert werden!
Um 15 Uhr rum kamen dann die ersten Gäste, Aufregung pur. Jede Menge 2-4 Jährige in einem Wohnzimmer erreichen bis dahin unbekannte Lautstärke- und Aufregungslevel.
Highlight der Party für die Kinder war auf jeden Fall der Besuch einer "Fairy", die sie eine gute Stunde lang unterhielt. Ich persönlich bekam davon nur ein paar Momente mit, da meine Aufmerksamkeit vor allem auf die kaum 1-Jahr alten Zwillinge (Geschwister eines Partygasts) gerichtet war. Ich habe selten so süße Babies gesehen...
Ihr Dad war auch ziemlich enstpannt mit ihnen und bevor man sich versah: "Can you hold him, Hannah?" und man steht mit einem Baby da. Nicht dass ich mich darüber beschweren würde - nicht bei einem so netten Baby. Corbin und Logan heißen die beiden. Logan war eindeutig mehr "outgoing" als Corbin - er hatte absolut kein Problem damit jemandem Fremden in die Arme gegeben zu werden. Corbin war da schon wählerischer. Allerdings konnte er überzeugt werden ein Weilchen in meinem Armen auszuharren, während Daddy beschäftigt war (kleiner Sieg).
Wenn die Familie je einen Babysitter braucht bin ich definitiv dafür zu haben!

Nachdem all die Kinder am späten Nachmittag abgeholt worden waren mussten natürlich die restlichen Geschenke ausprobiert werden. Jess hatte viel Spaß dabei mit Pips Kamera alles zu fotografieren was ihr vor die Linse lief. "Ready, steady, go" war ihr Warnspruch, bevor man vom Blitz geblendet wurde. Von den ca. 10 Bildern, die sie von mir gemacht hat, ist das ein oder andere sogar in Ordnung- nicht schlecht für eine 2-Jährige.
Pip musste natürlich noch ihren neuen Nagellack ausprobieren. Mir wurde die Ehre zuteil ihre Fußnägel in Pink und Orange zu lackieren. Nachdem Pip fand: Das kann ich auch; durfte sie das Nägel lackieren an mir üben.
Meine Fingernägel sehen jetzt schön bunt aus ;-)

Morgen treffe ich Lisa und wir gehen zusammen auf das Maori Festival Atamira in Auckland, unten beim Hafen. Ich bin sehr gespannt darauf! Wir haben Glück, denn das Festival findet nur alle zwei Jahre statt, also sind wir gerade im richtigen Jahr hier. Von einem Markt über Konzerte bis hin zu Demonstrationen traditioneller Handwerktechniken gibt es dort einiges zu sehen.
Am 28. September ist außerdem ein Trip mit den anderen Au Pairs nach Hobbiton und zu den Hunua Falls geplant, ein weiterer Punkt auf den man sich freuen kann.

Edit: Soo süß! Pip hat grad ein Bild von unserem Haus gemalt und angefangen Personen davor zu zeichnen. "I'm drawing you, Hannah!" "Oh, can I see?" "That's our family: Mummy, Daddy, you Hannah, Jess and me." Nach etwas Überlegung wurden noch Nana and Grandad (Oma und Opa) hinzugefügt. Noch signieren und dann geht's ab ins Bett ;-)



Sonntag, 1. September 2013

First day of spring...

Kia Ora! Heute ist der erste offizielle Frühlingstag in Neuseeland - und das Wetter hatte sich sogar entschieden mitzuspielen. Wir hatten ein tolles Wochenende mit jeder Menge Sonnenschein. Am Sonntagnachmittag sind wir runter zu Point Chevalier, einem Stadtteil Aucklands, gefahren und am Strand entlanggelaufen. Neuseeland hat bereits erste Einflüsse auf mich - ich war in hochgekrempelter Hose und barfuß im unglaublich klaren Wasser unterwegs (im Bild sind eigentlich meine gesamten Füße unter Wasser...) und wenn es wärmer gewesen wäre, hätte ich vermutlich sogar einen Schwimmversuch gewagt.(Unglaublich, ich weiß.)
Einige mutige Strandbesucher waren sogar schwimmen...und meine Mädels haben beschlossen im Evakostüm im Wasser herumzutollen. Brrr. Ich bin dann auch ordentlich nass geworden, als Pip beschlossen hat mich durchs Wasser zu jagen. Aber das macht ja nichts, man trocknet und wir
hatten unseren Spaß, das ist die Hauptsache.
Point Chevalier ist wirklich ein schöner Strand, der auch nicht sonderlich weit von unserem Haus entfernt ist. Von Coxs Bay (meiner "Lesebucht") sollte ich zu Fuß ca. 1 Stunde dorthin brauchen. Vielleicht muss ich einfach mal rauskriegen ob irgendein Bus in die Nähe fährt und dann den Rest laufen. Ich kann mir vorstellen, dass man hier schöne Stunden verbringen kann.
Direkt über dem Strand ist ein toller Spielplatz, also waren die Mädels auch ausreichend beschäftigt, nachdem wir alle den Sand weitgehend von unseren Füßen und Kleidern geklopft hatten und erst mal genug vom recht kühlen Wasser hatten. Obwohl man sich mit der Zeit daran gewöhnt, es ist nicht eisig.
Ansonsten...es geht mir weitgehend gut hier in Neuseeland. Ich vermisse meine gewohnten Freundeskreise, in denen sich schon alle kennen, die man einfach mal treffen kann und mit denen man sich blind versteht.
Zwar habe ich mich mit Lisa angefreundet, aber eine Person ist eben nicht die Welt und wir sind auch noch am Anfang. Vicky hat vorgeschlagen eine Coffegroup für die Au Pairs in Auckland Central zu organisieren - eigentlich eine gute Idee. Die Schwierigkeit im Freundschaften schließen liegt beim Au Pair Dasein darin, dass man nicht wie in der Schule jeden Tag Leute trifft und sieht und sich so anfreunden kann. Wenn man nicht in irgendeiner Gruppe ist oder etwas organisiert, muss jedes Treffen einzeln geplant werden und dieser Aufwand ist gerade am Anfang einer Freundschaft schwer - vor allem wenn man die andere Person eventuell doch nicht so gut leiden kann (weiß man oft vorher nicht). Aber es wird besser und ich bin mir sicher, dass mir das Freundschaften schließen keine Probleme bereiten wird - eher das Verabschieden am Ende des Jahres.
Überhaupt ist mir aufgefallen, dass ich jetzt schon fast einen Monat lang hier bin. Die Zeit verfliegt schneller als man glaubt und vieles was zu Beginn noch schwierig erscheint wird zur Routine. Man wird sicherer und geübter im alltäglichen Leben, von Interaktionen übers Einkaufen bis hin zum Busfahren. (Übrigens: In Auckland sagt man "Thank you" zum Busfahrer wenn man austeigt. Wer das nicht tut wird als "rude" wahrgenommen. Nette Geste!) So langsam erschließt man sich Wege in der Stadt und der Umgebung, hat gewisse Rituale, sowohl für sich selbst, als auch mit den Kindern und der Familie.
Mit den Kindern wird es wirklich besser mit der Zeit, also verzweifelt nicht zu Beginn, solltet ihr mal ein Au Pair sein ;-) Meine Mädels fragen an den Wochenenden nach mir und wollen mich sehen, weil ich nicht wie sonst am Morgen da bin. Gestern, als ich ins Haus kam, rannte mir Jess entgegen und umarmte mich mit einem freudigen "Hannah!" (Woraufhin ich prompt meine Jacke reinigen musste - laufende Kindernasen ;-) ) und Pip hat mich heute darum gebeten da zu bleiben und mit ihnen Abendessen zu haben. Auch im Alltag gewöhnen sie sich an mich, kuscheln während der Vorlesezeit, spielen Hide and Seek oder Seereise mit mir auf dem Spielplatz und insbesondere Pip mag mein Spiel "Freeze!" (Man sagt "Freeze" und alle müssen erstarren - besonders gut wenn man mit Kindern unterwegs ist und sie jederzeit zum Stoppen bewegen können muss ^^).
Ein bisschen Deutsch können die Mädels jetzt auch schon: Bis vier zählen und Guten Appetit. Weiteres Vokabular ist in Planung; Pip fragt mich gerne was dies und das auf Deutsch heißt.
Ich könnte vermutlich noch mehr erzählen, aber ich bin ein wenig müde und werde mich jetzt noch einem guten Buch oder dem Lord of the Rings Boxset widmen - Entertainment für den Rest des Abends, bevor es morgen wieder früh losgeht.
Morgen mache ich zum ersten Mal Pizzabrot und Curry Chicken für meine Hostfamily - mal sehen wie es ihnen schmeckt. Als Nachtisch ist eine Creme-Himbeer-Kreation geplant. Hmmmm...

Liebe Grüße und alles Gute nach Deutschland! (Oder wo auch immer ihr Leser gerade seid)


Edit: Gestern war wunderschönes Wetter, also habe ich den Bus nach Point Chevalier genommen und bin zum Strand hochgelaufen (man wird selbstständig!). Es war wirklich wunderschön dort; die Sonne schien, das Wetter war fast als warm zu bezeichnen (ich konnte in Dreiviertel Ärmeln und barfuß unterwegs sein) und der Strand war zwar besucht, aber nicht überfüllt. Da gerade Ebbe war konnte man zu ein paar Felsen am Rand des Strandes laufen bzw. klettern, von denen aus man einen tollen Blick hatte. Ich bin natürlich prompt ausgerutscht und die scharfen Muschelkanten haben meinen Zeh erwischt...aber wozu  hat man den neuerdings immer ein First Aid Kit dabei.
Auf dem Felsen angekommen hab ich dann die Aussicht, die warme Sonne und ein gutes Buch genossen. Herrlich, dieses Land!


Mittwoch, 21. August 2013

Falling in love with this country

Kia Ora! Tut mir Leid, dass ich ein Weilchen nichts geschrieben habe - ich war irgendwie ständig zu müde um mich hinzusetzen und mein Deutsch wieder hervorzukramen, nach einem Tag voll Englisch ;-) Was gibt es zu berichten...nun in den letzten Tagen ging es mir weitgehend prima. Am Samstag war ich mit meiner Hostfamilie im Skytower. Von dort aus kann man Auckland wunderbar überblicken - unglücklicherweise hat es geregnet, daher sind die Bilder dazu etwas düster und grau. Irgendwann muss ich noch einmal dorthin, wenn das Wetter besser ist. 
 Am Sonntag habe ich  mich mit Annika, einem Au Pair dessen Hostmum mit meinem Hostdad befreundet ist, und ihrer Freundin Lara, ebenfalls Au Pair, auf dem Markt in Takapuna getroffen (ein Stadtteil von Auckland). Wir sind über den Markt geschlendert, durften leckeren Honig probieren und haben "chimney cakes" mit Zimt und Schokostreuseln genossen. Hmmm.

Da das Wetter wieder Erwarten am Sonntag wirklich wunderschön war (Sonnenschein und 16 Grad), haben Annika und Lara mich spontan zu einem kleinen Trip eingeladen. Mit ihrem Mietwagen sind wir dann runter zum Muriwai Beach gefahren - total schön dort!

Ich muss definitiv noch mal dort vorbeischauen, vor allem da es mit dem Auto nicht weit ist. Das mach ich also sobald ich mich mit dem Auto auf die Straße traue...(es stehen wohl bald noch ein paar Fahrstunden an. Zum Glück, Linksverkehr und Neuseeland Regeln sind etwas verwirrend). Bis dahin werde ich mich wohl entweder an andere Au Pairs mit Auto halten oder mich an den Bildern erfreuen, die wir an diesem schönen Sonntag dort gemacht haben.

(Sieh nur, Imperator, noch ein Foto von mir! ;-))
Nachdem wir von jedem möglichen Winkel den Strand ca. 100mal fotografiert hatten, beschlossen wir, dass wir eigentlich noch einen weiteren Ausflug machen könnten - nach Piha. Da ich sonst nichts vorhatte und an sich spontan bin, habe ich mich den Mädels gerne angeschlossen und so gings wieder ins Auto und zurück auf den Motorway. Nachdem wir einen Stop für Fish & Chips eingelegt hatten (die einstimmige Wahl des Mittagessens...) und unter ordentlichem Gelächter und mit "Down Under" auf voller Lautstärke jede nur erdenkliche falsche Abzweigung genommen hatten, kamen wir doch irgendwann mal bei Piha an.
Die beiden Mädels waren schon öfter dort (was nicht vor verfahren schützt, offensichtlich ^^') und ich konnte sofort sehen wieso.

Bereits auf dem Weg nach Piha ist man von mit Bäumen bedeckten Hügeln umgeben und kann in der Ferne das Meer blau funkeln sehen.
Es ist ein beliebtes Ziel für Camper und Au Pairs, erzählten mir Annika und Lara. Das kann ich mir gut vorstellen und ich werde wohl noch die ein oder andere Person hier her bringen.
Unten am Strand kann man den "Lion Rock" sehen, der wie ein schlafender Löwe aussehen soll. Von unserer Seite aus war das allerdings nicht ganz so gut zu erkennen. Der Strand war aber trotzdem wunderschön. Piha wird definitiv zu meiner "must see again" Liste hinzugefügt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier (besonders an wärmeren Tagen) ein tolles Wochenende oder einen Strandtag verbringen kann.

Vielleicht kann ich sogar mal die Mädels bzw. meine Familie dazu bewegen hier vorbeizuschauen. Es ist etwas weiter weg von Auckland als Muriwai Beach, wird theoretisch aber sogar noch zu Auckland gezählt, also sollte das eigentlich machbar sein.
Nachdem wir uns auch an diesem Strand satt gesehen hatten und ausreichend Fotos (oder auch zu viele...) gemacht hatten, beschlossen wir noch den "Bilderrahmen" zu suchen, der in der Nähe des Strands beim Besucher Zentrum zu finden sein sollte. Erstaunlicherweise haben wir denn sogar nur mit minimalen Verfahren gefunden und - ihr ahnt es schon - Fotos gemacht!

(Glückstag, Mama, es gibt noch mehr Fotos von moi!)
Die Mädels waren dann noch so freundlich mich mit Tipps zu versorgen und mich daheim abzusetzen. Wir werden uns vermutlich noch einmal sehen - irgendwie, irgendwo, irgendwann (aber in Annikas Fall eher bald, da sie in ca. einem Monat abreist).
Weitere Pläne für diese Woche sind noch nicht konkret, abgesehen vom Samstag Abend. Da gehe ich mit Lisa (der Schwedin von den Orientation Tagen) ins Kino um Mortal Instruments anzuschauen. Ich bin gespannt und freue mich! Ansonsten wird es graduell besser mit den Kindern (Pip versucht die ganze Zeit meinen Namen zu schreiben^^). Gestern gab es eine kleine, aber für mich tolle Sache. Ich stand grade in der Küche beim Abwasch vom Abendessen und Pip schrieb mit ihrer Mum Namen an ihre kleine Tafel. Folgender Dialog: "I'm writing down the names of our family, Mum!" "Who is in our family, Pip?" "Mummy...Daddy...Hannah...Jess and me!"
Awww. Why, thank you, Pip. Ich versuche mich an die süße Szene zu erinnern, wenn du das nächste Mal auf stur schaltest ;-)

Mittwoch, 14. August 2013

Spaziergang durch den Park... und runter ans Meer

Chris hat mir den Weg zu einem Park beschrieben, der an eine Bucht runterführt und ich dachte mir: Probieren wir das doch mal aus!
Erstaunlicherweise habe ich den Park tatsächlich auf Anhieb gefunden und war prompt fasziniert von der Natur in Neuseeland. Der Park erhält Neuseelands "bush" in Teilen und führt runter zu einer kleinen Bucht/Einmündung. Ich bin bis ganz runter gelaufen (das dauert ca. 30 min vom Haus aus) und habe wohl einen möglichen Lieblingsplatz gefunden (einer von hoffentlich vielen!). Obwohl eine Straße an der Bucht vorbei führt ist es nicht sonderlich laut dort und man kann sich auf die Treppen setzen und die Leute beim Kite-surfing beobachten...

Als ich da war, war grade Ebbe, aber ich komm bestimmt mal bei Flut dort vorbei. Ein guter Platz zum Nachdenken, Musik hören, lesen, einfach ein wenig ausspannen....


Edit: In der Sonne ist es noch schöner!






Dienstag, 13. August 2013

Kia Ora Part 2

Neben einem bequemen großen Bett und ausreichend Stauraum bietet mein "Zimmer" auch ein modernes Bad mit geräumiger Dusche - nachdem wir rausgefunden haben, wie man das heiße Wasser anbekommt, war die auch wirklich wunderbar!
 
Wenn es jetzt noch Spinnen und Krabbeltierfrei wäre - perfekt!
Es sind allerdings weniger geworden, vermutlich trauen sie sich nicht mehr rein, nachdem ich ihre Kameraden entweder weggesaugt oder in Insektenspray ertränkt habe...
Es wird relativ kalt in dem Sleepout, aber ich hab einen Heater hier und ansonsten auch jede Menge Decken. Neuseeländer handhaben das ähnlich wie die Briten oder ältere Damen in Deutschland: Cover, Second Cover, Blanket, Duvet. Wem da noch kalt ist, der macht etwas falsch.
Momentan bin ich fast nur zum Schlafen hier, da wir recht lange Tage hatten. Aber zukünftig werde ich wohl auch öfter (so wie heute) meine Vormittage und einen Teil meines Nachmittags hier verbingen, da ich dann frei habe.
Vermutlich werde ich aber versuchen wenn ich hier bin entweder warm angezogen zu sein oder den Heater nur kurz anzumachen, da sonst die Stromkosten hoch sind. Noch etwas, das man über Neuseeland wissen sollte: Wasser und Strom sind ebenfalls nicht billig. Internet auch nicht.

Unbegrenztes Internet gibt es hier nicht (ja, schockierend, nicht wahr?) und daher sollte man vorsichtig sein und die Menge, über die man verfügt nicht überschreiten, da man sonst ziemlich hohe Rechnungen zu zahlen hat. Das will ich natürlich nicht verursachen, daher werde ich die Nutzung definitiv drosseln.

Überhaupt wird es einige Umgewöhnungen geben, aber das war ja zu erwarten.
Ein bisschen waren die Familie und ich schon unterwegs, wir haben einen kurzen Trip rüber nach Devonport unternommen und uns Devonport North Head angeschaut, ein alter Stützpunkt des Militärs. Aber es ist Neuseeland, also ist die Aussicht von dem Stützpunkt ungefähr so (bei schlechtem Wetter):

Daran könnte man sich gewöhnen nicht wahr? Die Küste von Devonport ist wunderschön..ich denke ich werde eine Diashow auf dem Blog einrichten, da all die Bilder gar nicht in diesen Eintrag hier reinpassen.
Neuseeland könnte mich zum Naturfreund machen, habe ich das Gefühl. Auckland, City of Sails, ähnelt teilweise einem amerikanischen kleinen Ort, teilweise einer großen Metropole mit Skyscrapern etc.
Die Küste und die Vulkane prägen aber das Bild der Stadt und was ich bislang gesehen habe gefällt mir sehr, sehr gut!
Ich werde versuchen bald mehr zu erkunden und berichte dann erneut. Am Ende des Monats findet ein Maori Tag statt, denn Dream Au Pair organisiert hat. Vorraussichtlich werde ich diesen Trip mitmachen, da mich die Kultur der Maori wahnsinnig interessiert. Ich hoffe es klappt alles, das wäre bestimmt ein toller Trip! Für den Moment bleibt es bei einer Menge Landschaftsfotos (ich denke darüber nach mir eine Anfänger-Spiegelreflex zuzulegen um die wunderschöne Gegend besser festhalten zu können...) und einem abschließenden Tipp:
Schaut zur Küste, wenn ihr wissen wollt wann ihr euren Regenschirm auspacken müsst und geht überhaupt niemals ohne einen solchen aus dem Haus - das Wetter wechselt hier an manchen Tagen im Minutentakt ;-)

Achja, und für Mama, die ja sonst nie Bilder von mir bekommt: Ein wildes Hannah wurde erfolgreich fotografiert!


Hei konā rā!



Kia Ora!


Hallo zusammen!
Nach einer Woche Funkstille melde ich mich mal wieder zurück. Ich habe vorher leider nicht die Zeit oder Energie gehabt um über meine Erlebnisse zu berichten. Aber jetzt hab ich Zeit, Lust, Fotos und einen funktionierenden Laptop, also macht euch bereit für einen laaangen Eintrag!

Sich am Flughafen von Mama, Papa und David zu verabschieden war weniger schwierig, als ich dachte. Das lag aber vor allem daran, dass ich direkt weiter zu den Gates bin und die gesamten Prozesse rund ums Fliegen einem kaum Zeit zum Nachdenken lassen.
Ich bin mit Singapore Airlines geflogen (im A380!) und war erst einmal beeindruckt von der Ausstattung in diesem riesigen Flugzeug. Das ist man von EasyJet Flügen nicht gewöhnt ;-)
Meine Sitznachbarn auf dem ersten Flug, Zürich nach Singapur, waren ein sehr nettes deutsches Ehepaar, mit dem ich mich wunderbar verstanden habe und die gute Gesprächspartner abgaben.
Schlaf habe ich nicht besonders viel bekommen, dafür gefühlte 100 Filme angeschaut. Das Entertainment Programm im A380 ist vielfältig und man bekommt die 12 Stunden bis Singapur irgendwie rum. Das Essen war an sich gut, nur nicht sonderlich Hannah freundlich (viel Fisch - ieeeh). 
In Singapur wurde ich bereits von Julia und Claudia erwartet, Freunde der Familie, die gerade erst nach Singapur gezogen sind. Ich war ihre erste Besucherin und durfte mit ihnen ein wenig die Stadt erkunden. Singapur ist eine interessante Stadt, deren großes Manko das Wetter ist. Heiß und schwül. Man hält es eigentlich keine 10 Minuten draußen aus, bevor man sich in ein klimatisiertes Shopping Center retten will (davon gibt es dort eine Menge).
In denen herrscht dann wiederrum antarktische Kälte und muss die Jacke auspacken.

Wir sind, nachdem wir uns ungefähr 5-mal verlaufen hatten, Marina Bay entlang geschlendert und haben das beeindruckende Hotel dort gesehen, welches einen Swimming Pool auf dem Dach hat. Warum das so spektakulär ist? Well, have a look.... 
Das, was hier aussieht wie eine Art langgezogenes Schiff ist das Dach das Hotels. Der Swimming Pool geht bis an den Rand dieses "Schiffes" - spektakulär! Leider konnten wir nicht nach oben gehen, aber man kann sich gut vorstellen, dass es da oben eine tolle Aussicht hat.

Auch ansonsten ist Singapur interessant anzuschauen - ich werde hier definitiv einen längeren Zwischenstopp auf dem Rückweg einlegen!
Dann haben sich bestimmt auch unsere Familienfreunde etwas eingelebt und kennen die spannenden Dinge, die es zu tun und zu sehen gibt - und ich habe bei einem längeren Aufenthalt Zeit mich ein wenig vom langen Flug und Jetlag zu erholen und das Sightseeing auch zu genießen.
Am Abend wurde ich an den Flughafen gebracht und weiter ging's nach Brisbane. Der Flug ging über Nacht, also habe ich versucht ein wenig zu schlafen. Ganz so gut hat das nicht geklappt, da meine Sitznachbarin etwas übergewichtig war und ihr Ellenbogen öfter mal in meinen Rippen endete. Aber naja, ich habe es überlebt. Nach einem kurzen Aufenthalt in Brisbane ging dann der letzte Flug: Brisbane - Auckland.
Nachdem ich schon so lang unterwegs war, kamen mir drei Stunden lächerlich kurz vor. Die letzte Etappe wurde angetreten und pünktlich um halb sechs landeten wir in Auckland. Schon bei der Landung konnte ich einen kurzen Blick auf das Land erhaschen, das für die nächsten 12 Monate mein Zuhause sein wird. Es sieht tatsächlich so aus, wie es in den Reiseführern beschrieben wird. Hügeliges Terrain, kleinere Berge am Horizont, das blaue Meer gegen die Küste und grüne Wiesen und Bäume...

Auf dem Weg durch den Flughafen bestätigte sich auch eine zweite Sache über Neuseeland: Die Einwohner sind sehr freundlich. Von den Custom Officers über die Angestellten beim Curreny Exchange oder der Gepäckkontrolle - jeder redet mit einem, jeder ist interessiert, freundlich und hilfsbereit. Manche nuscheln allerdings ein bisschen. Aber nachfragen ist hier ja kein Problem.
Im Hotel, in dem wir während den Orientation Days untergebracht waren, fiel ich sofort ins Bett.
So unglaublich müde war ich davor selten.

Direkt am nächsten Morgen ging es schon los mit den Orientierungstagen. Die anderen Au Pairs waren alle Deutsche, abgesehen von einer Schwedin. Diese war mein Roommate und wir haben uns super gut verstanden - der Beginn einer Freundschaft, die wir hoffentlich pflegen können.
Von erster Hilfe über Steuernummern bis hin zu den Regeln des Au Pair Programms, dem Leben in der Familie und dem Umgang mit den Kindern - nahezu alles, was man sich vorstellen könnte wurde besprochen.
Die Leute von Dream Au Pairs sind allesamt richtig nett, insbesondere Charlotte, aktuelles Intern. sie kommt aus Holland und ist dafür verantwortlich die Trips, Treffen etc. für die Au Pairs zu organisieren. Wir hatten eine Menge Spaß mit ihr (beispielsweise beim Beibringen von Schimpfwörtern in verschiedenen Sprachen...) und wissen jetzt, dass man in Holland ein Schimpfwort hat, das in etwa "get syphilis" bedeutet. Sehr nett, die Holländer.
Da das Hotel im Industriegebiet liegt, gab es nicht sonderlich viel außen herum zu sehen. Ein kurzer Trip zum Supermarkt (bei dem wir an den Kreisverkehren regelmäßig fast überfahren wurden, weil wir in die falsche Richtung geschaut haben...) hat uns aber zumindest um zwei Erfahrungen weiser gemacht: 
1. Das Gras in Neuseeland ist selbst neben Straßen und Baustellen strahlend grün. Was ist nur ihr Geheimnis?
2. Neuseeland ist teuer! Naja, nicht alles. Aber Lebensmittel (außer Fastfood), Waschartikel und Milchprodukte sind im Vergleich zu Europa wirklich sehr teuer. 

Am Ende des dritten Tages der Orientation (Samstag) wurden wir dann von unseren Hostfamilien abgeholt; ein Anlass für große Nervosität.
Der Verlauf der Begrüßung mit meiner Hostfamilie war nicht ganz perfekt, aber in Ordnung. Die Kinder, insbesondere Pip, waren ein bisschen ablehnend. Das legt sich aber bereits Stück bei Stück und wird hoffentlich nur besser werden.
Das Haus, in dem die Familie wohnt, liegt in Ponsonby, einem sehr zentralen Stadtteil Aucklands.
Es gibt hier einige Cafés, Shops, Bars etc. zu sehen und das Meer ist nicht weit entfernt.
Da das Haus der Familie für neuseeländische Standards eher alt ist, zieht es darin ein wenig und die ein oder andere Diele knarzt ein wenig. Aber insgesamt ist es ein nettes Haus.
"Mein" Haus liegt draußen im Garten, ein renoviertes Gästehäuschen. Auch wenn ich erst einmal auf Spinnenjagd gehen musste, ist es doch sehr schön hier in meinem eigenen Reich. Mama würde es bestimmt gefallen, viel weiß und blau und ein wenig Erd/Sandtöne sind zu finden.

tbc







Montag, 5. August 2013

Goodbye Germany!

Morgen geht es los!
Die Koffer sind (weitgehend) gepackt, alle Unterlagen panisch dreimal gecheckt und gefühlte 100 Kopien in jeder möglichen Tasche untergebracht, damit man auch ja nichts verliert.
Meine Eltern fahren mich zum Flughafen in Zürich; um 11:45 geht dann mein Flug. Ich merke jetzt schon wie man Herz hämmert und rast - nun wird eben alles sehr real und das ist etwas erschreckend. Natürlich freue ich mich wahnsinnig auf Neuseeland, aber ich werde Deutschland, meine Familie, meine Freunde vermissen und habe noch etwas Angst vor der langen Reise. Ich bin zwar schon öfter geflogen, aber so lange noch nie.
Die Verabschiedung am Flughafen wird sicher auch nicht einfach, aber ich bemühe mich darum nach vorne zu blicken und mich auf ein spannendes Jahr voller neuer Erlebnisse, Bekanntschaften und Erfahrungen zu freuen.



E noho rā ! (=Good bye!)